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The good old days

Die Kamera geht immer noch nicht wieder, aber Conny hat mich auf ein unglaublich geniales Video aufmerksam gemacht, das einfach verbreitet werden muss!

Drogen-Pete als er noch nur Pete war und sich brav in der Schlange für das neueste Oasis Album angestellt hat:

Ich kann nichts dafür!

Schuld ist meine Kamera: Zwar hab ich vielerlei glorreiche Ideen für Blogeinträge, aber die sind stets mit Photos verbunden, die entweder schon auf der Kamera sind oder noch geschossen werden müssten. Allein die Kamera will nicht mehr so ganz, keine Ahnung, warum. Aber ich bin dahinter… Als Lückenfüller ein paar Antworten auf die Kommentare (über die ich mich immer freue!):

@Daniel: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das Lied auf SWR3 gehört hast. Soweit ich weiss, gibts das gar nicht auf CD. Und warum zum Teufel hörst DU denn bitte SWR3??

Das mit den Brecht-Dramen wäre super, danke!

@Matze: Homegames hab ich noch keine gefunden, aber hier gibt es eine Poker Society an der Uni. Die machen alle 1-2 Wochen ein 5 bzw. 10 Pfund freezeout. Neulich wurde das in einem der hiesigen Casinos veranstaltet und da gabs dann hinterher noch 0,25/0,5 NL cashgame. Gleich in meiner ersten Casino-Cashgame-Hand ever hatte ich Aces, die gut ausbezahlt wurden, und nach ner knappen Stunde cashgame war ich dann 85 Pfund reicher.

Poker Blogs sind dann wohl doch eher uncool. Aber wenn Du schon fragst, dann hier ein fetter Brag:

Stats seit Wechsel auf Titan Poker letzte Woche:

brag.JPG

Ship it, holla! :)

Sobald die Kamera wieder will, gibts Photos von meinen Mitbewohnern und dem Wohnheim…

Bis dahin

…und es gefällt mir hier eigentlich ganz gut:

Als ich noch in .de einen Brief gekriegt hatte, dass ich keinen der gewünschten Kurse an der Uni kriege, hatte ich ja schon schlimmstes befürchtet. Aber glücklicherweise lag das nur daran, dass die mir im Vorhinein keine Kurse geben konnten, die nicht in meinem Austauschfach (also Germanistik) sind, ich aber ausschließlich Politik Sachen angegeben hatte.

Als ich dann in der ersten Woche beim Intenational Office und meinem Director of Studies war, um den Stundenplan zu machen, gabs dann überhaupt keine Probleme und im Endeffekt hab ich jetzt alle Hauptseminare, die ich wollte – das ist mir in Tübingen noch nie geglückt! Ich besuche in diesem Semester jetzt „International Security“, „Global Justice and Citizenship“ und „War and Justice“ in Politik und, als zweisemestrigen Kurs, ein Seminar über Brechts Dramen in Germanistik.

Mit der Auswahl bin ich auch 3 Wochen nach Semesterbeginn ziemlich zufrieden (was mir in Tübingen auch noch nie geglückt ist), allerdings ist das Veranstaltungskonzept hier teilweise anders: Die IS und GJC Kurse laufen so, dass man 1h in der Woche Vorlesung und 1h Tutorium dazu hat. Das ist hier, besonders bei 1st und 2nd year classes, wohl meistens so, ist aber für die fortgeschritteneren Kurse meiner Meinung nach gar nicht geeignet. Das läuft nämlich so ab, dass man das, was der Dozent in der einen Stunde Vorlesung komprimiert und im Sauseschritt runterrasselt, ohnehin schon vorher ausführlicher in der Pflichtlektüre gelesen hat, und im Tutorium wird das ganze dann in einer Stunde noch ein drittes Mal ausgebreitet, so dass für tiefergehende Diskussionen keine Zeit bleibt – was schade ist, weil die Themen- und Textauswahl sehr gut ist.

Etwas irritierend fand ich, dass das Germanistik Seminar komplett in Englisch gehalten wird und auch die Hausarbeiten auf Englisch verfasst werden. Da sind die deutschen Philologen doch konsequenter. Die Germanistik scheint aber ohnehin sehr klein zu sein (oh Wunder..), die Dozentin kannte schon jeden der reinkam mit Namen. Inklusive der deutschen Erasmusstudenten. Der Nachteil ist, dass das Institut kaum Bibliotheksmittel zu bekommen scheint, denn die wenigen Bücher liegen teilweise unsortiert in der Gegend oder in Kisten rum, außerdem wird die Bibliothek zusätzlich als Lager für Schaufensterpuppenbeine benutzt (das ist eigentlich ein Photo wert).

Überhaupt ist das Bibliothekswesen hier ein Witz: Man darf aus Copyrightgründen nur maximal 5% bzw. ein Kapitel eines Buches kopieren! Wie lächerlich ist das denn bitte? Wie soll man denn da wissenschaftlich arbeiten..? Böse Zungen behaupten übrigens, dass dies eine Maßnahme gegen die Überschuldung der Studenten sei, denn eine Kopie kostet umgerechnet 11 cent.

Wesentlich besser als in Deutschland funktioniert allerdings das e-learning. Ein Großteil der Lektüren kann online abgerufen und auch gespeichert werden. Auch die Tutoriumsbelegung, Seminarpläne und Diskussionsforen sind online verfügbar, das ist schon ne super Sache. Und sogar die Dozenten antworten unglaublich schnell auf e-mails und sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Morgen hab ich meine erste presentation im IS Tutorium, vielleicht mach ich ja davon ein Video und stell es hier rein……….. ………………NOT.

Cheers

I did it..

…und es war unbeschreiblich lecker! Frittierte Marsriegel: Ein Gedicht in Schokolade und Teig. Aber man spürt förmlich bei jedem Bissen, wie die Lebenserwartung sinkt.

So sieht das ganze aus:

corpus delicti

Und hier der Beweis:

Beweis

Wikipedia sagt dazu

Rezept zum selber machen

HA!

Ich hab ein blog. Unglaublich. Von wegen Tod des Autors. Allmächtig wird hier alles veröffentlicht, was ich immer schon mal loswerden wollte. Zum Beispiel:

Großartig:

Check myspace

When I’m up in my room

So sieht mein Zimmer aus (man beachte die vergoldeten Wasserhähne).

 

ZimmerZimmerrZimmerrr

Das Fenster zum Hof

Was bisher geschah…

Eine kurze Zusammenfassung der bisherigen vier Wochen, Einzelheiten gibts dann später oder auf Nachfrage (Kommentarfunktion *hust*).

Ankunft: Der Flughafen liegt relativ außerhalb und in einer hügeligen Landschaft, so dass ich beim Landeanflug gleich gemerkt hab: Aha, Schottland. Gefällt. Bemerkenswert von der Busfahrt in die Stadt ist ein seltsamer Stadteil, der aussieht wie eine Bergmannssiedlung für Hobbits. Überhaupt, wenn ich hier durch die Altstadt laufe, und die ganze Stadt ist eine einzige Altstadt, hab ich ständig das Gefühl, gleich würde ein Nazgul vorbeifliegen.

Auf dem Weg zu meinem Wohnheim hab ich mich anderthalbmal verlaufen, aber ein freundlicher Schotte hat mir dann den Weg erklärt. Die mit Spannung erwarteten Mitbewohner sind 4 Amerikaner und ein Singapurianer, dazu bei Gelegenheit mehr.

Die erste Woche gabs tausend Einführungsveranstaltungen, ich musste lauter organisatorische Dinge erledigen (Stundenplan fertig machen, beim Arzt registrieren etc.) und natürlich die ersten Pubs erkunden.

In der zweiten Woche, in der dann auch schon die Uni-Veranstaltungen los gingen, war ich gleich mal krank. Das Seeklima hier macht nicht nur dem verwöhnten Südbadener zu schaffen, offenbar wird hier jeder, der neu herkommt, erstmal krank, bis er sich dran gewöhnt hat.

In der dritten Woche musste ich dann logischerweise den Uni-Stoff der zweiten Woche noch miterledigen und da ich noch ziemlich platt war, ging sonst auch nicht so viel (und wann hätte ich denn da bitte ne e-mail schreiben sollen?).

Vierte Woche war ich, Überraschung, schon wieder krank. Nuff said. Klingt aber alles unlustiger als es ist, denn eigentlich ist es großartig hier. Die interessanten Geschichten gibts dann aber einzeln und ausfühlicher.

Bis dahin..

Da ich es nach inzwischen vier Wochen immer noch nicht geschafft hab, eine rundmail zu schreiben und, falls ich es doch noch geschafft hätte, diese so lang geworden wäre, dass sie wohl ohnehin keiner gelesen hätte, komm ich nun wieder auf die ursprünglich verworfene Idee mit dem blog zurück. So geht das auch häppchenweise und ich komm öfter dazu, was zu erzählen, ohne jedes Mal eine e-mail schreiben zu müssen.
Ich gelobe anlässlich der Taufe feierlich, regelmäßig zu schreiben – bei Zuwiderhandlung dürft ihr mein heiliges Tocotronic Ticket verbrennen und meinen Erstgeborenen für BWL einschreiben.

Cheers

Christian

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