Seit ich hier bin, hatten wir es noch nicht einmal hingekriegt, in einen ordentlichen Club zu gehen. Ok, zugegeben, ich bin da auch etwas wählerisch und geh nur zu Indie Nights, aber wo sollen die denn gut sein, wenn nicht auf der Insel?
Jedenfalls war bisher immer entweder die Party vielversprechend, aber uns ist was dazwischengekommen, oder unsere überschäumende Partylaune wurde durch clubeske Öde jäh gebremst. Lowlight: Letzte Woche sind wir in den Citrus Club zur Indie Night. Gute Musik laut Flyer, billige Getränke, kein Eintritt, da sollte man doch meinen, dass das rappelvoll wird. Denkste…nachdem wir zu dritt um halb eins immer noch die Mehrheit der Gäste gestellt haben, sind wir dann doch wieder gegangen.
Gestern wurde mein Flehen dann aber endlich erhört: Ich hab einen guten Club gefunden: Liquid room! Zwar waren wir nicht so lange da, weil heute die Pflicht rief, aber das hat Potential und da wird wieder hingegangen. Kein Eintritt, Getränke für 1,5 Pfund [das ist hier (leider) das Äquivalent zum 50cent-Abend], gute Musik – soweit waren wir ja schon mal – aber auch viele Leute und noch dazu größer als der Citrus Club. Das Ding ist zweistöckig, wobei der obere Teil in der Mitte ein Riesenloch hat, das direkt über der Tanzfläche im unteren Stockwerk ist. Die Musik war ganz gut, auch wenn ich – was mich sehr positiv überrascht hat – kaum einen der Songs gekannt hab. Muss wohl alles der neueste Indie-Hype von der Insel sein.
Der Schotte an sich tanzt wohl eher ungern, zumindest decken sich da die Beobachtungen aller Austauschstudenten, aber ein paar Leute haben sich dann doch auf die Tanzfläche gewagt. Da wird jetzt jedenfalls öfter hingegangen und eventuellen zukünftigen Besuchern sei sehr ans Herz gelegt, schon oder noch Mittwochabend hier zu sein.
So, ich bastel mir jetzt eine camera obscura..
PS: Bitte beachten Sie das Musikvideo im vorhergehenden Blog-Eintrag.