Feeds:
Artikel
Kommentare

Der Brite an sich ist kein sehr begeisterter Tänzer. Das hatte sich einmal mehr unlängst beim Shins Konzert in Glasgow, welches, nebenbei bemerkt, eine äußerst schöne Stadt ist, in die ich unbedingt nochmal so fahren und sie besichtigen muss, bestätigt. Sehr junges Publikum, 80% davon haben das Konzert durch ihre Digicams oder Mobiltelephonkameras verfolgt – hinterkopfige Assoziationen zu Blow up waren die Folge, aber ich mag mich da auch irren. Und da man jedenfalls das Bild nicht verwackeln darf, ist da nicht viel mit Stimmung gewesen. Auch wenn die Shins natürlich keine Band sind, bei der die Hütte brennt, zumal, wenn die Hütte aussieht, wie eine amerikanische College Sporthalle, in der ein Ball mit Stehblues, vielen Aufsichtspersonen und alkoholfreier roter Bowle stattfinden könnte, hatte ich mir schon etwas mehr erhofft. Das Konzert war aber trotzdem großartig (sind ja auch die Shins!).

Noch besser allerdings war das Babyshambles Konzert, dass ich vergangenen Freitag in Nottingham, welches auch eine schöne und, wie ich finde, irgendwie deutsche, aber natürlich an Glasgow nicht heranreichende Stadt ist, sehen konnte, wo ich von Donnerstag bis Samstag für viel zu kurze Zeit Markus, welcher am Mittwoch Geburtstag hatte, was angemessen gefeiert wurde, und Jochen besucht und auch Conny und Andreas gesehen habe, die anläßlich des Feiertages extra aus dem schäbigen Schwaben angereist waren.

Denn während der Brite im Allgemeinen eher zurückhaltend ist, geht der Babyshambles Fan im Speziellen, zwar auch oftmals sehr jung, allerdings statt Kamera Bier und Zigarette haltend, “ganz schön steil”. Da werden leere, halbleere und volle Bierbecher und -Flaschen quer durchs Publikum geworfen und wenn dann tatsächlich auch Bier drin war, war das noch die angenehmere Dusche. Desweiteren fliegen auch Jacken, Schuhe und Hüte durch die Gegend. Musik wurde aber auch gemacht und die war allererste Sahne, genauso wie die Stimmung. Bestes Konzert seit langem!

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

PS: Daniel, hier gibts nix zu finden. Aber falls Du trotzdem was entdecken solltest, wäre das natürlich unglaublich literaturwissenschaftlich!

Drive in Saturday

So, hier wir versprochen der Samstags-Eintrag. Er ist kurz, aber gewichtig:

Ich esse wieder Fleisch.

Herzlichen Dank für die Aufmerkamkeit.

Postponed

Sorry für die Update-Abwesenheit, aber die nächste Erkältung und daraus resultierender, akuter Essay-Schreib-Stress rauben jede Muße (davon, dass die Muse mich schon viel zu lang nicht mehr geküsst hat, wollen wir hier gar nicht erst sprechen).

Samstag wieder reinschauen, danke.

es lebe der Junge mit der Gitarre!

gitarre_low.jpg
Letzterer bin ich! Montag haben Mike (einer der Mitbewohner, die noch immer nicht vorgestellt worden sind) und ich uns zusammen dieses wunderschöne Kleinod gekauft und jetzt lerne ich endlich Gitarre spielen! Große Freude! Ich bin unglaublich enthusiastisch und übe fleissig bis die Fingerkuppen bluten…naja, fast. Die neue Nr. 1 meines nicht vorhandenen Einjahresplanes ist nun: The Past and Pending von den Shins spielen können.
Für Lerntipps in den Kommentaren bin ich äußerst dankbar. Jetzt muss ich aber wieder in den Übungsraum..

Lektion #1: Niemals für einen konkreten Zeitpunkt zukünftige Blogeinträge ankündigen. Vielleicht gibts ja morgen die Mitbewohner…

Dafür aber ein weiterer Cliffhanger: Es gibt eine (zumindest für mich) begeisternde Neuigkeit!

Der geneigt-gescheite Leser mag es anlässlich des vorherigen Eintrags schon geahnt haben: Die Kamera will wieder! Das musst ich natürlich gleich ausnutzen und die beste Gelegenheit dazu bot sich am Samstag, als wir einen vom International Students Centre organisierten Ausflug nach Lindisfarne aka Holy Island gemacht haben. Dazu sind wir erst mal mit dem Mofa Reisebus nach England, denn die Insel ist keine schottische. Kurios ist, dass sie nur bei Ebbe zu erreichen ist, weshalb auch bei der Hinfahrt unmissverständlich klar gemacht wurde, dass die Busse Punkt 16.00 ohne Rücksicht auf Verluste wieder abfahren.

Das Eiland beherbergt gut 150 Einwohner und ein mehrfaches davon an Schafen, einige angemalt. Wie unten zu bewundern, ist die Hauptattraktion der Insel das Lindisfarne Castle. Innen durfte man leider keine Photos machen, aber ehrlich gesagt sah es von aussen auch wesentlich majestätischer aus als von drinnen.

castle1_low.jpgcastle2_low.jpgcastle3_low.jpgcastle4_low.jpg

Außerdem sehr hübsch war die Ruine der Lindisfarne Priory nebst umliegendem Friedhof. Dieser Baum ist verschärft, oder?

priory1_low.jpggraveyardtree_low.jpg

Ein paar Eindrücke von der Landschaft:

sea1_low.jpglandscape6_low.jpglandscape1_low.jpg

landscape2_low.jpglandscape4_low.jpglandscape5_low.jpgwall_low.jpg

Das absolute Highlight war allerdings der kleine Garten abseits des Schlosses, angelegt von einer Schriftstellerin/Künstlerin/Gartenarchitektin, die mal das Schloss bewohnt hat. Der sah aus wie aus einem Märchen. Leider waren immer Leute drin, deshalb konnte ich kein Bild aus der Nähe machen, weil die Leute das Zauberhafte, das ja bekanntlich über Photos schwer zu transportieren ist, kaputt gemacht hätten. Aber eines aus der Ferne gibts:

garden_low.jpg

War ein sehr schöner Ausflug, ich hab glaub ich noch nie so einen ruhigen und friedvollen Ort gesehen. Diese ISC Ausflüge werden wir jetzt bei Gelegenheit sicher öfter mitnehmen.

Kleiner Cliffhanger: Morgen gibts endlich meine Mitbewohner zu bestaunen!

shins-ticket_low.jpg

Den Fluch besiegt

Seit ich hier bin, hatten wir es noch nicht einmal hingekriegt, in einen ordentlichen Club zu gehen. Ok, zugegeben, ich bin da auch etwas wählerisch und geh nur zu Indie Nights, aber wo sollen die denn gut sein, wenn nicht auf der Insel?

Jedenfalls war bisher immer entweder die Party vielversprechend, aber uns ist was dazwischengekommen, oder unsere überschäumende Partylaune wurde durch clubeske Öde jäh gebremst. Lowlight: Letzte Woche sind wir in den Citrus Club zur Indie Night. Gute Musik laut Flyer, billige Getränke, kein Eintritt, da sollte man doch meinen, dass das rappelvoll wird. Denkste…nachdem wir zu dritt um halb eins immer noch die Mehrheit der Gäste gestellt haben, sind wir dann doch wieder gegangen.

Gestern wurde mein Flehen dann aber endlich erhört: Ich hab einen guten Club gefunden: Liquid room! Zwar waren wir nicht so lange da, weil heute die Pflicht rief, aber das hat Potential und da wird wieder hingegangen. Kein Eintritt, Getränke für 1,5 Pfund [das ist hier (leider) das Äquivalent zum 50cent-Abend], gute Musik – soweit waren wir ja schon mal – aber auch viele Leute und noch dazu größer als der Citrus Club. Das Ding ist zweistöckig, wobei der obere Teil in der Mitte ein Riesenloch hat, das direkt über der Tanzfläche im unteren Stockwerk ist. Die Musik war ganz gut, auch wenn ich – was mich sehr positiv überrascht hat – kaum einen der Songs gekannt hab. Muss wohl alles der neueste Indie-Hype von der Insel sein.
Der Schotte an sich tanzt wohl eher ungern, zumindest decken sich da die Beobachtungen aller Austauschstudenten, aber ein paar Leute haben sich dann doch auf die Tanzfläche gewagt. Da wird jetzt jedenfalls öfter hingegangen und eventuellen zukünftigen Besuchern sei sehr ans Herz gelegt, schon oder noch Mittwochabend hier zu sein.

So, ich bastel mir jetzt eine camera obscura..

PS: Bitte beachten Sie das Musikvideo im vorhergehenden Blog-Eintrag.

Mehr Musik

Wieder ruft die Missionarspflicht, diesmal ausgelöst von Markus:

Gefällt? Geschaut:
homepage
myspace

Ältere Artikel »